An Hochschulen

Am Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde der Universität Stuttgart (IKP) unter Leitung von Prof. Dr. Peter Eyerer wurde in den Jahren 1997 bis 2006 Projektarbeit als innovative Form der Lehre studienplanintegriert entwickelt und praktiziert.

TheoPrax-Projekte waren fester Bestandteil der Lehre im Wahlpflichtfach Kunststoffkunde. Die vormals rein frontale Lehre in Form von Vorlesungen veränderte sich derart, dass der Vorlesungs-Anteil zu Gunsten der Projektarbeit, projektorientierter Gruppenübungen und Lehre im Dialog (Podiumsdiskussionen) halbiert wurde. 
Die ursprünglich 27 Doppelstunden Vorlesung wurden auf 15 Doppelstunden reduziert, dafür ist die Mitarbeit in einem Projektteam mit ca. 75 Stunden Arbeitsaufwand pro Student, sowie die Teilnahme an projektorientierten Gruppenübungen (13 bis 15 Doppelstunden) mit halbstündiger frontaler Einführung erforderlich. Gruppenübungen wie die Projektarbeiten sind dabei immer prüfungsrelevant.

In 10 Jahren wurden allein an der Universität Stuttgart 220 Industrie-Projekte von studentischen Teams (3 bis 4 Studierende pro Team) erfolgreich bearbeitet. Hier einige wenige Beispiele der bearbeiteten Fragestellungen

  • Alterungsverhalten von Phenolharz-Prepreg-Geweben
  • Entwicklung einer Airbrush-Pistole zum Wachsbeschichten von Rapid Prototyping Bauteilen
  • Kostengünstige Küchenherdisolierung
  • Gasdichte Verbindung zwischen Flansch und Edelstahlrohr (Fügetechnik)
  • Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Kupplungsbelägen
  • Werkzeugkonzept zum kostengünstigen Spritzgießen von Steckverbindungen